Reflektion der eigenen Erfahrungen im Unterricht - Ein kurzer Blog

 Hallo ihr Lieben

Da ich krank war diese Woche, kann ich leider nicht auf die Erfahrungen aus dieser Woche zurückgreifen. Dennoch fallen mir mehrere Lernmomente ein aus dem Unterricht, vor allem aus der Praxis. 

Mein stärkster Lernmoment war, wie wichtig Präsenz ist und wie anstrengend es aber auch sein kann, immer präsent zu sein. Für mich heisst präsent sein, der anderen Person genau zuzuhören, versuchen zu verstehen und zu verstehen. Dabei reflektiert man sich und die andere Person permanent, damit das Gespräch einfühlsam und empathisch bleibt. So tritt man viel seltener in Fettnäpfchen oder triggert Punkte und Themen, die nicht angebracht sind. Wichtig scheint mir auch der Augenkontakt. Dieser vermittelt einen grossen Teil des Sicherheits- und Vertrauensgefühls. Beide Lernmomente tragen dazu bei, dass das Gegenüber sich sicher fühlt und einem vertraut. 

Einen Skill , den ich ich versucht habe zu verbessern, ist das  paraphrasieren. Man macht es zwar automatisch, aber wie ich im Unterricht gemerkt habe, können ohne das Paraphrasieren oder bei falschem Paraphrasieren wirklich Konflikte entstehen, die zu umgehen möglich wären.  

Ich habe bewusst versucht, die Paraphrasierung nicht einfach als eine Wiederholung zu gestalten, sondern als Verbesserung oder strukturierte Zusammenfassung in anderen Worten. Ich habe auch nach dem Gesagten zwischen den Zeilen gesucht fürs paraphrasieren. 

Ich glaube, schwierig daran war, noch sich selbst zu sein und nicht eine Art Roboter zu werden. Es hat geholfen, Perspektiven zu wechseln, was würde ich selbst jetzt sagen und was würde eine Mediatorin sagen. Diese Balance ist nicht einfach und muss geübt werden. 

Ich persönlich würde gerne aktiver Zuhören, das heisst, wirklich eine Konversation nach der anderen halten und so vermeiden, dass der Beitrag einer Person untergeht und Misstrauen entsteht. 

 

Ganz eine schöne Woche,

Anna 

Kommentare

  1. Liebe Anna, zuerst einmal gute Besserung.
    Ich hoffe, dir geht es inzwischen wieder tiptop und du konntest dich etwas erholen.

    Dein Beitrag hat mir besonders gefallen, weil du sehr anschaulich beschrieben hast, was Präsenz in Gesprächen eigentlich bedeutet. Vor allem dein Gedanke, dass echtes Zuhören und Augenkontakt Sicherheit und Vertrauen vermitteln, zeigt gut, wie stark Kommunikation auch über nonverbale Ebenen wirkt. Auch deine Reflexion zum Paraphrasieren fand ich spannend, besonders die Balance zwischen professioneller Gesprächsführung und authentisch bleiben.

    Mich würde interessieren: Woran würdest du in einem Gespräch merken, dass dein aktiveres Zuhören tatsächlich dazu beiträgt, dass sich weniger Personen übergangen oder missverstanden fühlen?

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    1. Lieber Micha, danke für dein Interesse an meinem Blog. Zu deiner Frage: Ich würde sagen, vieles kann man an der Stimmlage, am Gesichtsausdruck und an den Antworten an sich merken. Sind die Antworten offen oder nimmt sich die Person zurück und wird wortkarg? Wie siehst du das? Mit lieben Grüssen, Anna

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  2. Liebe Anna, danke für deine interessanten Überlegungen! Ich sehe, wie intensiv du dich mit Kommunikation und Zuhören auseinandersetzt. Besonders schön finde ich deine Gedanken zur Präsenz und dazu, wie wichtig echtes Zuhören und Augenkontakt für Vertrauen sind. Man merkt, dass du nicht einfach Techniken anwenden möchtest, sondern trotzdem authentisch bleiben willst. Genau diese Balance ist wichtig und braucht Übung. Weiterhin viel Freude am Ausprobieren und Üben. Liebe Grüsse, Rahel

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  3. Liebe Anna, vielen Dank für deinen Blogbeitrag. Besonders spannend fand ich deine Beschreibung, dass Präsenz im Gespräch nicht nur Zuhören bedeutet, sondern auch ständiges Mitdenken und Mitfühlen. Dein Beispiel zeigt sehr gut, wie bewusst du dich mit empathischer Kommunikation auseinandersetzt. Auch deine Gedanken zum Paraphrasieren fand ich interessant, vor allem dass du versucht hast, zwischen den Zeilen zu lesen und Aussagen sinnvoll zu strukturieren.

    Du schreibst, dass die Balance zwischen Natürlichkeit und professioneller Gesprächsführung schwierig ist. Was könnte dir helfen, dich dabei noch sicherer und authentischer zu fühlen?

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    1. Liebe Smilla, danke für deine Antwort. ich denke, es würde helfen, sich gut vorzubereiten und einfach viel Übung zu machen in einem sicheren Umfeld mit positiver Feedbackkultur.

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  5. Liebe Anna
    Vielen Dank für deinen spannenden Blogbeitrag. Besonders interessant fand ich deine Gedanken zur Präsenz. Ich stimme dir zu, dass es sehr wichtig ist, dem Gegenüber aufmerksam zuzuhören und durch Augenkontakt Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln. Gleichzeitig habe ich auch gemerkt, dass dies viel Konzentration und Energie braucht.
    Deine Überlegungen zum Paraphrasieren fand ich ebenfalls sehr spannend. Mir gefällt, dass du versucht hast, nicht nur das Gesagte zu wiederholen, sondern die Aussagen in eigenen Worten zusammenzufassen und auch auf die Gefühle zwischen den Zeilen zu achten. Das ist meiner Meinung nach eine wichtige Fähigkeit in der Mediation.
    Vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrungen
    Liebe Grüsse
    Tarek

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